Herkunft

Kaschmirwolle stammt von der Kaschmirziege, die vor ihrer Verbreitung in anderen Regionen nur in den Hochebenen des Himalayas beheimatet war. Die Bergziegen kommen in den Farbschlägen Weiß, Grau, Braun und Schwarz vor. Sie werden in kleinen Herden, meist zusammen mit Schafen aufgezogen. Gegen die extreme Kälte im Winter und die rauen Lebensbedingungen des Hochlandgebirges schützten sich die Tiere durch ein lockeres Vlies aus langem, relativ grobem Haar, dem Grannenhaar. Unter ihm wächst ein sehr weiches, feines, glattes und wärmendes Flaumhaar – das so genannte Duvet, aus dem die Kaschmirwolle gewonnen wird. Besonders kostbar ist die Wolle der Kaschmirziegen aus der Inneren Mongolei. Die einzigartige Wollstruktur verleiht dem Garn – und damit jedem einzelnen Feinstück – seine unvergleichliche Weichheit.

 

Grundsätzlich gilt, je kälter und länger der Winter war, desto besser und reicher fällt der Ertrag aus dem feinen Flaumhaar aus. Im Durchschnitt produziert eine Kaschmirziege nur etwa 150 bis 200 Gramm Flaumhaar pro Jahr. Dabei reduziert sich das Gewicht der Flaumhaare während des Herstellungsprozesses nochmals um mehr als die Hälfte. Deshalb wird für die Herstellung eines Pullovers die Jahresproduktion von 4 bis 6 Tieren benötigt.

Weltweit gibt es geschätzt nur 100 Millionen Kaschmirziegen. So kommen pro Jahr lediglich 6000 Tonnen Kaschmir auf den Markt. Das entspricht einem Anteil von 0,014% am weltweiten Faserverbrauch. Da verwundert ist nicht, dass Kaschmir zu den wertvollsten und teuersten Naturfasern zählt.

 

Durchstöbern Sie unseren Shop